300
AntifaschistInnen brechen mit Deutschland
07.04.2006
Unter dem Motto: „Nicht
verleugnen. Nicht verdrängen. Nicht Verwerten.
Mit Deutschland endgülitg brechen“ zogen
heute ca. 300 AntifaschistInnen durch die Mannheimer
Innenstadt und die Neckarstadt West.
Die
organisierenden Gruppen kritisierten dabei den gesamtgesellschaftlichen
Umgang mit der Geschichte des Nationalsozialismus.
Auf der einen Seite gäbe es zwar ein „NS-Tabu“,das
krasse Formen von NS Propaganda, wie etwa die Leugnung
der Shoa, gesellschaftlich ächtet.
Hinter
dieser Fassade jedoch habe keine wirkliche Aufarbeitung
der deutschen Geschichte stattgefunden. Vielmehr würden
die Verbrechen die von deutschen TäterInnen begannen
wurden entkontextualisiert und enthistorisiert um
sich selbst ins Kollektiv der Opfer einreihen zu können.Unabhängig
vom Verbot des Naziaufmarsches ist es für AntifaschistInnen
weiterhin dringend notwendig sein, sich auch mit dem
bürgerlichen Geschichtsrevisionismus auseinanderzusetzen.
Eine
Sprecherin des AK Antifa Mannheim:
„Auch ohne Naziaufmarsch – eines ist klar:
Mit uns wird es keinen Frieden geben mit Geschichtsrevisionismus,
Holocaustleugnung und Täter – Opfer Verdrehung,
egal ob Auschwitz direkt geleugnet oder instrumentalisiert
wird: Deutschland denken heisst Auschwitz denken.“ |