…ums Ganze! distanziert sich
von Gewalt
29. Mai 2007
Pressemitteilung:
+++G8-Gipfel:
Linksradikales Bündnis distanziert sich von Gewalt
++ UmsGanze-Block in Rostock++
Das
bundesweite und linksradikale UmsGanze-Bündnis
hat sich anlässlich der Diskussion um Gewalt
beim G8-Gipfel in Heiligendamm in einer Mitteilung
deutlich von "Gewalt und Berufschaoten"
distanziert.
Sören
Schmidt, Sprecher des im UmsGanze-Bündnis organisierten
AK Antifa Mannheim, erklärte dazu: "Es ist
unerträglich wie das Anliegen einer vernünftigen
Einrichtung der Welt von kapitalistischen Chaoten
und polizeilichen Berufsschlägern immer wieder
diffamiert und bedroht wird. Wir begrüßen
ausdrücklich eine unterstützende Beteiligung
der so genannten Sicherheitskräfte bei der Blockade
des G8-Gipfels. Besonders würden wir uns über
logistische Nettigkeiten (Kaffee und Kuchen und später
Aufräumen) und die Regelung des Verkehrs (Shuttle-Busse)
freuen. Wenn allerdings einige Sicherheits-Extremisten
versuchen sollten, die antikapitalistischen Aktionen
zu behindern müssen sie die ganze Härte
der Vernunft zu spüren bekommen." Der Antifa-Sprecher
rief daher alle Polizeibeamten dazu auf, sich schon
im Vorfeld von Gewalttätern in den eigenen Reihen
zu distanzieren.
Überdies
sei es notwendig, den aktuellen Vereinnahmungsversuchen
der Bundesregierung praktisch entgegen zu treten.
Schmidt weiter: "Man muss Merkel und Co. dankbar
sein, besser kann man die Essenz bürgerlicher
Demokratie nicht auf den Punkt bringen: Wer sein Gewissen
beruhigen und seine Stimme im wahrsten Sinne des Wortes
abgeben will, der soll schön "friedlich"
demonstrieren - damit die alltägliche Gewalt
immer weitergeht. Wer aber der brutalen Gewalttätigkeit
der kapitalistischen Verhältnisse tatsächlich
mit zivilem Ungehorsam oder gar militanter Gegenwehr
entgegentritt, der kriegt was auf die Mütze.
In diesem Zusammenhang sollte auch dem letzten Betroffenheitspazifisten
klar sein, was jetzt zu tun ist."
Das
linksradikale und bundesweite UmsGanze-Bündnis
mobilisiert anlässlich der Proteste und Blockaden
gegen den G8-Gipfel am 2. Juni in Rostock zu einem
eigenen Block. Unter dem Motto "…ums Ganze!
Fight the G8-summit - smash capitalism!" wollen
die Gruppen ein "deutliches Zeichen gegen reformistische
Illusionen und reaktionäre Kapitalismuskritik"
setzen.
Sören Schmidt: "Der Kapitalismus ist ein
falsches System. Wo eigentlich immer weniger Arbeit
nötig ist, dadurch aber das Leben der meisten
Menschen immer prekärer wird, ist das Gebot der
Vernunft die Abschaffung des Kapitalismus und die
Vergesellschaftung der Produktionsmittel - kurz der
Kommunismus. Wer dagegen nicht sehen will, dass es
ums Ganze geht, redet um den heißen Brei herum."
Der G8-Gipfel biete sich als Symbol an, um die "unmissverständliche
Ablehnung" dieser Verhältnisse zu artikulieren.
Die Sprecherin bezeichnete es in diesem Zusammenhang
als fatal, dass auch von linker Seite anlässlich
des Gipfels "reformistische Illusionen und reaktionäre
Vorurteile aufgewärmt" würden. Staat
und Nationalismus seien keine Garanten einer besseren
Welt, sondern eines von Rassismus und Ausgrenzung
geprägten Kapitalismus. Schmidt weiter: "Sozialer
Fortschritt wird gegen Staat und Nation erkämpft
- und nicht erbettelt. Oskar Lafontaine, Heiner Geißler,
Bono u.a. sind die hässliche Seite der Antiglobalisierungsbewegung."
Der
Antifa-Sprecher abschließend: "Wir begreifen
unsere Aktivitäten in Rostock und Heiligendamm
als erste Schritte zu einer Neuorganisierung der radikalen
Linken hierzulande." Für eine emanzipatorische
radikale Linke könne daher nur gelten: "Wenn
Rostock -dann ums Ganze!"
Treffpunkt
für den UmsGanze-Block ist am Samstag, den 2.Juni
um 13 Uhr in Rostock am Platz der Freundschaft.
|