Nazis
treten zur Kommunalwahl in Mannheim an – Antifaschistischer
Widerstand ist unser Beitrag zum Wahlkampf
Pressemitteilung
des AK Antifa Mannheim vom 16.04.2009
Die
„Deutsche Liste“ (DL) tritt in Mannheim
zur Kommunalwahl 2009 an. Bei der DL handelt es sich
um eine rechtsextreme Gruppierung um den ehemaligen
NPD-Bundesvorsitzenden Günter Deckert, die in
den Regionen Mannheim, Heidelberg, Weinheim und Rhein-Neckar-Kreis
sowie seit kurzem in der Vorderpfalz aktiv ist. Spitzenkandidat
der DL ist der bislang im Zusammenhang mit der DL
nicht öffentlich in Erscheinung getretene Ekkehard
Etz aus Mannheim-Feudenheim. Vertrauensperson für
die DL bei der Gemeindewahlausschusssitzung war Stefan
Wollenschläger, der bereits bei der Oberbürgermeisterwahl
für die DL kandidierte.
Weiter
tritt die rechts-konservative und rassistische Partei
„Die Republikaner“ (REP) an. Spitzenkandidat
der REP ist Fredy Halbroth aus Mannheim-Schönau.
Der
Kreisverband der NPD um ihren Vorsitzenden Andreas
Schäfer hat es entgegen ihrer Ankündigungen
auf dem Landesparteitag nicht geschafft, eine Wahlliste
für den Mannheimer Gemeinderat einzureichen.
Als
Teil unseres Antifaschismus verstehen wir die Aufklärung
über rechte Organisationen und Akteure sowie
deren Ideologien und Strategien. Im Anhang finden
Sie ein Informationsblatt über die „Deutsche
Liste“. Die Informationen können Sie unter
Angabe der Quelle frei verwenden. Auf Wunsch können
wir Ihnen Fotos von Funktionären zukommen lassen.
Über eine kritische Berichterstattung zu rechtsextremen
Organisationen und ihrem Wahlkampf würden wir
uns freuen.
Wir
rufen zu antifaschistischen Aktionen gegen den Wahlkampf
der rechten Parteien auf, mit dem Ziel, deren Einzug
in den Mannheimer Gemeinderat zu verhindern. Das Bündnis
„Mannheim gegen Rechts“, bei dem der AK
Antifa Mitglied ist, macht seit Anfang des Jahres
gegen den rassistischen Wahlkampf mobil und hat dazu
bereits mehrere Aktionen durchgeführt. Im Januar
fand ein Kongress statt, akutell läuft eine Kampagne
„Bunt, tolerant und solidarisch“. Gemeinsam
werden wir mit vielfältigen Aktionen den Nazis
das Leben schwer machen. Mehr dazu unter www.mannheim-gegen-rechts.de
Der
AK Antifa wird im Rahmen des Wahlkampfes nicht nur
aktiven Antifaschismus betreiben, sondern auch eine
grundsätzliche Kritik an Wahlkämpfen in
der kapitalistischen Gesellschaft formulieren und
diese mit Aktionen in die Öffentlichkeit tragen.
Eine Sprecherin des AK Antifa dazu: „Es geht
uns nicht nur um Aufklärung und aktiven Widerstand
gegen Nazis im Wahlkampf. Die rassistischen Parolen,
mit denen die Parteien auf Stimmenfang gehen, kommen
aus der Mitte der Gesellschaft. Genau dort muss unsere
Kritik ansetzen. Wir wollen eine linke, außerparlamentarische
Perspektive aufzeigen, die der nationalstaatlich verfassten,
kapitalistischen Gesellschaft entgegen steht: Solidarät,
Klassenkampf und Emanzipation statt Sozialabbau, Krise
und Rassismus. Alle paar Jahre ein Kreuzchen machen
ist nicht das, was wir unter politischem Engagement
verstehen. Unser Wahlkampf bedeutet Aktivismus auf
der Straße, unsere Krisenlösung heißt
Vergesellschaftung der Produktionsmittel.“
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Infoblatt
zur Deutschen Liste
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